Logo

4330 - Sprache und Philosophie der Geschichte bei Octavio Paz

"Puede decirse: el futuro no existe . Mas exactamente: es una invención del presente. La misión de los hombres, a un tiempo condena y salvación, consiste en inventarlo cada día. Algunas generaciones no se atrevieron y repitieron mecanicamente los gestos del pasado, hasta petrificarse; otras, más cercanas, poseídas por los demonios del cambio y del odio a su pasado, convirtieron el futuro en un ídolo monstruoso. Sacrificaron al presente por una palabra que hoy se ha disipado. Pero la invención del futuro ni implica la destrucción del pasado. Ahora sabemos que nunca muere del todo y que es vengativo: a veces resucita en forma de pasiones espantables y obsesiones inicuas. La poesía es la memoria de los pueblos y una de sus funciones, quiza la primordial, es precisamente la transfiguración del pasado en presencia viva. la poesía exorciza el pasado, así vuelve habitable al presente. Todos los tiempos, del tiempo mítico largo como un milenio a la centella del instante, tocado por la poesía se vuelven presentes. Lo que pasa es un poema, sea la caída de Troya o el abrazo precario de los amantes, está pasando siempre. El presente de la poesía es una transfiguración: el tiempo encarna en una presencia. El poema es la casa de la presencia. Tejido de palabras hechas de aire, el poema es infinitamente frágil y, no obstante, infinitamente resistente. Es perpetuo desafío a la pesantez de la historia."            

"Sprache und Philosophie der Geschichte bei Octavio Paz". "Man kann sagen: die Zukunft existiert nicht. Genauer: sie ist eine Erfindung der Gegenwart. Die Mission der Menschen, gleichzeitig Verurteilung und Erlösung, besteht darin, sie jeden Tag zu erfinden. Einige Generationen wagten es nicht und wiederholten mechanisch die Gesten der Vergangenheit, bis sie versteinerten; andere, nicht so entfernte, besessen von den Dämonen des Wandels und des Hasses auf ihre Vergangenheit, verwandelten die Zukunft in ein monströses Idol. Sie opferten die Gegenwart für ein Wort, das heute verflogen ist. Aber die Erfindung der Zukunft bedeutet nicht die Zerstörung der Vergangenheit. Heute wissen wir, dass sie niemals ganz stirbt und dass sie rachsüchtig ist: Manchmal ersteht sie wieder auf in der Form von erschreckenden Leidenschaften und bösen Obsessionen. Die Poesie ist das Gedächtnis der Völker und eine ihrer Aufgaben, vielleicht die vorrangige, ist genau die Verwandlung der Vergangenheit in lebendige Gegenwart. Die Poesie exorziert die Vergangenheit, und auf diese Weise macht sie die Gegenwart lebbar. Alle Zeiten, von der mythischen Zeit, die lang war wie ein Jahrtausend, bis zum Funken des Augenblicks, der von der Poesie berührt wurde, werden gegenwärtig. Was geschieht, ist ein Gedicht, sei es der Fall von Troja oder die prekäre Umarmung der Liebenden, es geschieht immer. Die Gegenwart der Poesie ist eine Verwandlung: die Zeit wird in einer Gegenwart verkörpert. Das Gedicht ist das Zuhause der Gegenwart. Gewebt aus Wörtern, die aus Luft gemacht sind, ist das Gedicht unendlich zerbrechlich und trotzdem widerstandsfähig. Es ist eine immerwährende Herausforderung gegenüber der Schwere der Geschichte."            

Keywords: Innovar, Poesía, Historia

Author: Velazquez, Manuel (Uniwie-UAEMEX (Universidad Autonoma del estado de México9, Mexico / Mexiko)

Back

University of Vienna | Dr.-Karl-Lueger-Ring 1 | 1010 Vienna | T +43 1 4277 17575